Start in den Mai mit Hauskirche und Maria

In diesem Newsletter:

  • Jesus kommt zu dir
  • Sichtbare und unsichtbare Kirche
  • Projekt Maiandacht: Video und Hauskirche
  • Wie geht es weiter mit Gottesdienst und Pfarre?
  • Heilige Corona, bitte für uns
  • Gründonnerstag einmal anders: Familien erzählen vom Feiern daheim
  • Katholische Kirche hilft mit Rat und Tat: Unterstützungsangebote in Coronazeiten

Jesus kommt zu dir

Wir sind jetzt alle mehr zu Hause – eigentlich fast nur daheim. Im Home-Office, in Selbstisolation, im „Social-Distancing“. Wir gehen nicht aus und keiner kommt auf Besuch.

Aber einer kommt schon: Jesus. Er sagt, wenn keiner in die Kirche kommen darf, dann besuche ich die Leute zu Hause. Und das nicht nur bei den Live-Internet-Gottesdiensten.

Er ist ein angenehmer Gast, man muss nicht aufräumen, muss nicht kochen und keine Geschenke vorbereiten. Man muss ihm nur die Tür und sein Herz aufmachen, dann wird’s ein gelungener Besuch.

Franz Tichawa

Sichtbare und unsichtbare Kirche

Ist Hauskirche überhaupt möglich?

Kirche nennen wir ein klar erkennbares Gebäude, in dem sich Menschen zum Gottesdienst versammeln. Und auch die Großinstitution Kirche mit Glaubenslehre und geweihten Amtsträgern. Kann es also im eigenen Zuhause Kirche geben? Schauen wir in die Geschichte, dann ist die Antwort eindeutig: JA. Die ersten Christengemeinden trafen sich in Privathäusern, um miteinander zu beten und das Brot zu brechen. Diese Tradition hat über die Jahrhunderte neben den wachsenden Kirchengebäuden weiter existiert. Wenn Menschen in Privathäusern Tischgebete sprechen, Rosenkranz beten oder sich in Gebetsgruppen treffen, leben sie Hauskirche.

Sichtbare und unsichtbare Kirche - so nannte der Hl. Augustinus das. Er war im römischen Reich im 4./5. Jahrhundert Bischof von Hippo und gilt bis heute als großer Kirchenlehrer. Unter "unsichtbarer Kirche" verstand Augustinus christliches Tun und Wirken außerhalb der gut sichtbaren Gebäude und Institutionen. Kirche ist überall, wo Menschen an Jesus Christus glauben. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar: sichtbare und unsichtbare Kirche geben einander Sinn und Ziel.

In den eigenen vier Wänden Kirche zu leben, gewinnt in Zeiten der Corona-Beschränkungen neu an Bedeutung. Manche Tradition des Gebetes in der Familie ist verloren gegangen, und so lernen wir in diesen Tagen neu, uns daheim zum Gebet zu versammeln.

Gerne wird dazu ein Satz von Jesus zitiert: "Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen." Das war wohl für so manche ein Trost, die heuer in kleinsten Grüppchen die Kartage und Ostern begingen. Schmerzvoll jedoch für jene, die ganz alleine daheim saßen. Wir können darauf vertrauen: Kirche ist überall, wo Menschen beten und auf den dreifaltigen Gott vertrauen - auch wenn sie scheinbar ganz alleine sind. Die "unsichtbare" Verbindung bleibt bestehen, auch wenn wir in dieser Zeit verstreut auf so viele Wohnungen und Häuser Kirche leben.

Eine neue Form ist entstanden: die "unsichtbare" und doch lebendige Corona-Kirche. Ein Beispiel: Jeden Abend entzünde ich um 20 Uhr eine Laterne, stelle sie vor die Haustüre und bete ein Vater unser für die Heilung der Welt. Dabei schließe ich die Augen und denke an die vielen Menschen, die zur gleichen Zeit dieses Gebet im selben Anliegen beten. Und ich spüre tiefe Verbundenheit.

Pastoralassistentin Bigi Hafner

Projekt Maiandacht

Gumpoldskirchen - zukünftige Partnerpfarre im Pfarrverband - hat Diakon Andreas Frank zu einem gemeinsamen Projekt eingeladen: In Thallern wird eine Maiandacht in Mini-Besetzung gefeiert und als Video aufgenommen. Das Video ist ab 1. Mai auf unserer Homepage abrufbar: Video Maiandacht Thallern 2020. Den Text dazu können Sie mitbeten - Sie finden ihn ausgedruckt im Kirchenvorraum oder hier auf der Homepage: Text Maiandacht Thallern.

Das ist aber bloß der Startschuss zu Andachten im kommenden Monat. Auch wenn ab Mitte Mai wieder öffentliche Gottesdienste möglich sind: Das Projekt Hauskirche besteht als Kraftquelle weiter. Dazu liegen im Mai im Kirchenvorraum verschiedene Heftchen als gute Begleiter auf:

  • Marienandachten zum Magnifikat
    fünf Maiandachten zu Versen des großen Lobgesang Mariens "Meine Seele preist die Größe des Herrn..."
     
  • Österlicher Pilgerweg in fünf Stationen von Diakon Franz Ferstl
    fünf Andachten zu Johannes der Täufer, Maria - Urbild der Barmherzigkeit, Petrus, Maria Magdalena und Paulus.
  • Anleitungen zum Rosenkranz-Beten:
    In Päckchen im Kirchenvorraum finden Sie Anleitung und Perlenkette zum Rosenkranz-Beten. Papst Franziskus legt uns in der Corona-Krise dieses Gebet besonders ans Herz. Das Rosenkranzgebet hat sich über die ganze Welt verbreitet und dabei örtliche Traditionen ausgebildet. Gemeinsam ist allen Varianten die meditative Wiederholung des Mariengrußes und der Fokus auf Jesus: Ziel ist, Meilensteine seines Lebens zu verinnerlichen. Online-Anleitung zum Beispiel hier: Vatikanseite Rosenkranz
     
  • aktueller Corona-Rosenkranz:
    Manche von uns erinnern sich vielleicht daran, dass Pater Franz Geiblinger gerne kreativ wurde bei den Jesus-Geheimnissen. Er formulierte eigene Jesus-Sätze für die Rosenkranz-Gesätzchen, die nach seinem Empfinden auf die Gebetssituation einer Person oder einer Gruppe passten.
    Für die aktuelle Krise hat Pastoralassistentin Bigi Hafner einen "Corona-Rosenkranz" gestaltet, der die Anliegen der gegenwärtigen Krise in den Blick nimmt, und dazu passende  Jesus-Geheimnisse und Zwischentexte formuliert. Sie finden diesen Gebetsvorschlag hier: Corona-Rosenkranz.

Wie geht es weiter mit Gottesdienst und Pfarre?

Antwortversuche des Pfarrleitungsteams auf häufig gestellte Fragen

Können wir ab Mitte Mai wieder ganz normal Messe feiern?

Was wir wissen: Ab 15. Mai ist es wieder erlaubt, öffentliche Gottesdienste zu feiern – jedoch nur in kleinen Gruppen.  Die bisher vorliegenden Informationen aus der Pressekonferenz von Frau Bundesministerin Raab und Herrn Kardinal Schönborn reichen nicht aus, um klare Planungen zu machen. Wir hoffen, dass nähere Vorgaben von der Bischofskonferenz sehr bald eintreffen werden. Dann wird sich sogleich der Pfarrgemeinderat in Videokonferenz damit befassen. Wir wollen jedenfalls, sobald es erlaubt ist, alle Möglichkeiten zu Gemeinschaftsgottesdienst und Gemeinschaftsgebet nutzen, die uns die Rahmenvorgabe von Staat und Kirche bieten wird. Diese Regelungen werden wir im Gespräch mit Dechant Adolf Valenta und den anderen Priestern vereinbaren.

Gibt es dann weiter Live-Stream-Übertragungen von Messfeiern?

Auch das wird im Pfarrgemeinderat geklärt. Wir sind dankbar und erfreut, dass so viele Gemeindemitglieder beim Livestream- Gottesdienst am Sonntag dabei sind oder vielfältige Formen von Hauskirche leben! Livestream-Gottesdienste erfordern einen hohen technischen Aufwand. Sie sind als Ersatzlösung für die Zeit gedacht, in der die körperliche Anwesenheit der Pfarrgemeinde bei der Sonntagsmesse nicht möglich ist. Welches konkrete Angebot an wöchentlichen Gottesdiensten und Gebetszeiten wir in Neu Guntramsdorf ab 15. Mai anbieten können - mit und ohne Livestream-Übertragung - erfahren Sie im nächsten Newsletter, der bald nach der Pfarrgemeinderats-Videokonferenz erscheinen wird.

Wie sieht es mit Gruppentreffen aus?

Kleine Teams und Gruppen dürften sich wieder treffen - allerdings unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von 1-2m rund um jede Person. Die Empfehlung der Erzdiözese ist, von dieser Möglichkeit nur in Ausnahmefällen Gebrauch zu machen und weiterhin möglichst über Telefon und Internet in Kontakt zu treten. Das Pfarrleitungsteam ersucht, dass sich keine Gruppen treffen, bevor wir die mögliche Teilnehmerzahl bekannt geben. Das ist erst möglich, wenn die Regelungen der Bischofskonferenz vorliegen.

Können die Lager im Sommer stattfinden?

Die Stellungnahme der Erzdiözese zu dieser Frage war: das ist aus heutiger Sicht noch nicht zu beantworten. Uns ist bewusst, dass es zwecks Ferienplanung notwendig ist, diese Frage bald zu klären. Wie werden uns weiterhin um nähere Auskünfte dazu bemühen und neigen im Zweifelsfall eher zu einer Absage von Familienwochen, Jungscharlager und Jugendlager. Sollte bis 19. Mai 2020 keine klare Regelung durch die Erzdiözese vorliegen, werden wir mit diesem Stichtag eine Entscheidung auf Pfarrebene treffen.

Heilige Corona, bitte für uns

Gebetsnovene zur Schutzpatronin gegen Seuchen

Corona ist nicht bloß der Name des Virus, der die Menschheit gerade quält - es ist auch der Name einer Heiligen. Die Heilige Corona gilt unter anderem als Schutzpatronin gegen Seuchen. Elisabeth Obermayer, pensionierte Pastoralassistentin in Brunn, hat bereits vor etlichen Jahren eine Gebetsnovene zur Heiligen Corona erstellt - ohne zu wissen, wie bedeutsam das in dieser Zeit noch werden könnte.

Gebetsnovene bezeichnet ein neuntägiges Gebet als Vorbereitung auf einen Festtag. In diesem Fall auf den Gedenktag der Hl. Corona am 14. Mai. Somit wäre es passend, die Gebetsnovene am 5. Mai zu beginnen. Den Gebetstext dazu finden Sie sowohl im Kirchenvorraum als auch unter diesem Link: Gebetsnovene Corona.

Gründonnerstag einmal anders

Daheim kreativ werden

Da dieses Jahr die Kinderliturgien in der Karwoche ausgefallen sind, mussten wir kreativ werden. Es sind wunderbare Momente entstanden und vielleicht machen wir ein paar Elemente davon nächstes Jahr wieder. Besonders die Feier am Gründonnerstag ist unserer Tochter in Erinnerung geblieben. Wir haben bereits am Vormittag mit Brot backen begonnen. Am Abend haben wir die Geschichte der Abendmahlfeier gehört und nachgestellt mit Füße-Waschen und Brot-Teilen.

Familie Hecht

Neue Erfahrungen und Erkenntnisse

Am Gründonnerstag versammelten wir uns am Abend als Familie rund um den Tisch. Eine Kerze, ein Kreuz, die Bibel und ein Laib Brot befanden sich in der Mitte. Neben dem Tisch stand eine Schüssel mit Krug und Wasser bereit.

Begonnen haben wir mit zwei Liedern und dem Kreuzzeichen. Danach lasen wir die Bibelstellen, die für diesen Tag vorgesehen waren. Mit dem Evangelium Joh 13,1-15 haben wir uns länger beschäftigt. Jeder von uns Vier hat seine Gedanken, Fragen oder Erkenntnisse zu dieser Bibelstelle ausgesprochen. Wir haben versucht, uns in die Jünger Jesu gedanklich hineinzuversetzen – wie muss es ihnen ergangen sein? Und welche Gefühle hatte Jesus dabei? Was hat ihn beschäftigt? Was können wir uns heute daraus mitnehmen?

Das leitete uns über zu der Fußwaschung. Wir haben einander als Familie die Füße gewaschen und uns dabei Gedanken gemacht, was das „Einander Dienen“ für uns als Familie, aber auch für die Bestimmung in unserem Leben heißt. Wir haben dabei aufs Neue erkannt, dass jeder von uns Vier ganz unterschiedliche Fähigkeiten von Gott mitbekommen hat – diese gilt es zu entdecken, zu entwickeln und damit dem Leben und den Mitmenschen zu dienen.

Zum Schluss haben wir gemeinsam den Laib Brot geteilt und gegessen. Es war eine sehr berührende und gesegnete Feier, die wir als Familie erleben durften. Ein Gründonnerstag, der ganz anders war, als wir ihn sonst erleben im Gottesdienst in der Kirche. Ein Gründonnerstag, wo uns der Hl. Geist neue Erfahrungen und Erkenntnisse geschenkt hat, die wir sonst vielleicht gar nicht so erlebt hätten, auf der anderen Seite ist uns auch bewusst geworden, wie sehr wir uns wieder nach Gemeinschaft im Glauben auch sehnen und uns auf ein Osterfest wieder in Gemeinschaft in unserer Pfarrgemeinde freuen!

Familie Forstreiter

Katholische Kirche hilft mit Rat und Tat

Unterstützungsangebote in der Coronakrise

Die katholische Kirche hilft in sozialen und persönlichen Nöten. Viele Menschen sind jetzt während der Corona-Maßnahmen mit Sorgen, Ängsten und Nöten belastet.

Konkrete Hilfe für Menschen, die sich das Essen kaum mehr leisten können, bieten die Lebensmittel-Ausgabestellen LeO an verschiedenen Standorten in Wien. Öffnungszeiten und Kontakt finden Sie hier: LeO Lebensmittelausgabe.

Zuhören und Beratung bieten die verschiedenen Seelsorge-Telefondienste von Caritas und Erzdiözese Wien in verschiedensten Anliegen und Konflikten. Detaillierte Information finden Sie unter diesem Link: Kirche und Corona.

Diese Angebote gerne weiterleiten!

Pfarre St. Josef,
Neu Guntramsdorf

Dr. Karl Rennerstraße 19
2353 Guntramsdorf

Kanzleizeiten
Kanzlei: derzeit geschlossen
Telefon: +43 2236 46421

Pfarrleitungsteam

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